Stift Urach: offenes Einkehrhaus mit Klostertradition

Im historischen Altstadtensemble von Bad Urach am Fuß der Schwäbischen Alb liegt das Einkehrhaus Stift Urach. Ein geschichtlicher, kultureller und spiritueller Schatz der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, von dieser und weiteren Trägern unterhalten. Als Ort für Besinnung und Begegnung, Gemeinschaft und Glaube bietet der Ort Menschen jeglicher Herkunft und Lebenslage, jeglichen Alters und Berufs wertvolle Zeit und ansprechenden Raum für persönliche Einkehr wie auch für Seminare, Tagungen und Kongresse. Es ist möglich, diese selbst durchzuführen oder aus jährlich rund 150 Veranstaltungen des Hauses auszuwählen. Gebetszeiten morgens, mittags und abends strukturieren den Tageslauf in der gleichermaßen offenen wie klösterlichen Anlage.
 
Die Geschichte des Einkehr- und Tagungshauses ist mit 27 Jahren noch vergleichsweise jung, die des Ortes aber lang. Ließ doch Graf Eberhard im Bart bereits ab 1477 einen Mönchshof für die Brüder vom gemeinsamen Leben bauen, die dort 40 Jahren lang lebten. 1560 entstand im Stift Urach die erste evangelische Bibelanstalt in Deutschland: Der Reformator Primus Truber übersetzte in der dortigen Druckerei das Neue Testament ins Slowenische – sein Bild ziert den heutigen slowenischen Euro. Wechselvoll entwickelte sich nach sechs Jahren die weitere Geschichte: zunächst Leinenhandelsplatz, dann Fohlenhof und schließlich von 1818 bis 1977 Evangelisch-Theologisches Seminar für Schüler der 12. und 13. Klasse, unter anderem auch von Eduard Mörike besucht. Die Geschichte des heutigen Einkehr- und Tagungshauses begann 1980.
 
Die Arbeit des Hauses wird vom "Förderverein Stift Urach e.V. Bad Urach" und vom "Verein zur Förderung missionarischer Dienste e.V. Stuttgart" sowie ovn Einzelpersonen unterstützt. Dies geschieht durch Zuschüsse für Tagungen, durch Unterstützung für Jugendliche und Studierende sowie für Menschen, die sonst aus fianziellen Gründen nicht an Tagungen teilnehmen könnten. Dank solcher Unterstützung wurde beispielsweise im Jahr 2007 der "Stiftskeller" renoviert und der Gebetsraum neu gestaltet.
 
Auch ehrenamtliche Mitarbeit ist willkommen, zum Beispiel beim Büchertisch, im Garten, bei handwerklichen Arbeiten, im Versand, bei der Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Ausstellungsbegleitung. Bei Spenden kann auch eine Zweckbestimmung vermerkt werden, etwa für die Ausstattung des Hauses, für neue Projekte oder für die Unterstützung Bedürftiger.
 
Weitere Information www.stifturach.de
 
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