Die höchste Kirche der Welt und die teuerste Kirche in Württemberg

Das Ulmer Münster
Auf welchem Kirchturm der Mensch dem Himmel am nächsten ist, weiß im Schwabenland so ziemlich jedes Kind und nennt stolz „onser Ulmer Münschter“. Bis zur Aussichtsplattform in 141 Metern Höhe sind 768 Stufen zu bewältigen. Doch 20,5 Meter höher erst endet der Turm – Weltrekord. Und müsste oder wollte man die großen evangelischen Kirchen Württembergs heute erneut bauen, käme das Ulmer Münster am teuersten, erklärt Kirchenoberbaudirektor Ulrich Gräf. Das wiederum versteht intuitiv jedes Kind, wenn es im Ulmer Münster durch das 130 Meter lange und 40 Meter hohe Kirchenschiff geht und dabei umbraust wird von mehr als 9.000 Orgelpfeifen. Das ist zwar kein Welt-, aber immerhin auch Württemberg-Rekord.
Doch die Freuden des Einen, sind die Lasten des Anderen. Das Münster ist eine ewige Baustelle. Exemplarisch seien die zehn Glocken im Münsterturm genannt. Seit September 2005 bis Ostern 2009 haben sie geschwiegen. Zum einen weil wegen Umweltbelastungen, Rostbefall und natürlicher Alterung kein absturzsicheres Schwingen im Glockenstuhl mehr garantiert werden kann. Zum anderen weil drei alte Glocken (die Schwör-, die Landfeuer- und die Große Betglocke aus dem 14. und 15. Jahrhundert) gerissen oder ausgeschlagen sind. Die Sanierung von Glockenstuhl und Glocken kostete 1,6 Millionen Euro, wovon die Kirchengemeinde den größten Teil zu finanzieren hat.
Eine weitere Herausforderung ist die Sanierung des Hauptturms sowie des südlichen Chorturms, was mehrerer Millionen Euro kosten wird.
Weitere Information
www.kirchenbezirk-ulm.de und
www.muenster-ulm.de
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